Die meisten von uns verstauen ihre Sonnenbrille im Oktober und holen sie erst am ersten warmen Frühlingswochenende wieder hervor. Verständlich – doch Winterlicht kann für die Augen überraschend anstrengend sein. Die Sonne steht tief, nasse Straßen und Schaufenster werfen die Blendung direkt zurück, und bei einem Wochenende in den Bergen kommen Schnee und Höhe noch dazu.
Hier ein einfacher, ehrlicher Ratgeber: warum sich eine Sonnenbrille im Winter lohnt, wann sie am wichtigsten ist und worauf Sie bei einem Modell achten sollten, das Sie zwischen November und März auch wirklich tragen.
Warum Winterlicht die Augen stärker fordert, als man denkt
Die Sonne steht tiefer
Im Sommer steht die Sonne hoch, und Brauen und Lider beschatten die Augen ganz natürlich. Im Winter bleibt sie – besonders in Nord- und Mitteleuropa – einen Großteil des Tages nah am Horizont. Dadurch scheint sie viel direkter in die Augen: auf dem Weg zur Arbeit, beim Nachmittagsspaziergang oder auf der Heimfahrt um 16 Uhr in die untergehende Sonne.
Schnee, Wasser und nasse Straßen reflektieren das Licht
Reflektiertes Licht ist der entscheidende Punkt. Frischer Schnee gehört zu den am stärksten reflektierenden natürlichen Oberflächen: Laut Weltgesundheitsorganisation kann er bis zu etwa 80 % der UV-Strahlung zurückwerfen – deutlich mehr als Gras oder Erde. Auch regennasse Gehwege, Seen und Glasfassaden werfen grelle, horizontale Blendung zurück. Genau deshalb kneift man die Augen zusammen, selbst an einem kalten, grauen Tag.
Die Höhe macht einen Unterschied
Wenn es Sie diese Saison in die Alpen, die Pyrenäen oder den Schwarzwald zieht: Mit der Höhe steigt die UV-Belastung. Die WHO geht von rund 10 % mehr pro 1.000 Höhenmeter aus. Dazu Schnee am Boden und klare Bergluft – und Ihre Augen bekommen deutlich mehr Licht ab als in der Stadt.
Bewölkt heißt nicht UV-frei
Dünne oder lockere Bewölkung lässt einen guten Teil der UV-Strahlung durch. Ein heller, bedeckter Tag kann also intensiver sein, als er wirkt. An einem dunklen Dezemberabend brauchen Sie keine Sonnenbrille – an hellen Wintertagen und vor allem im Schnee gehört sie aber in die Manteltasche.
Wann eine Sonnenbrille im Winter besonders wichtig ist
- Autofahren bei tiefer Sonne. Morgen- und Nachmittagssonne auf Augenhöhe plus Spiegelungen auf nasser Fahrbahn – das gehört zu den anstrengendsten Seiten des Autofahrens im Winter.
- Stadtspaziergänge an hellen Tagen. Tiefe Sonne und Reflexionen auf Glas und nassem Pflaster können selbst mitten im Winter stark blenden.
- Schneewochenenden und Winterurlaub. Verschneite Landschaften reflektieren enorm viel Licht – deshalb ist „Schneeblindheit“ (eine schmerzhafte Art Sonnenbrand an der Augenoberfläche) ohne Augenschutz ein echtes Risiko.
- Après-Ski und Hüttenterrassen. Draußen sitzen, in der Höhe, rundherum Schnee: Hier zeigen gute Gläser, was sie können.
- Winterurlaub in der Sonne. Wer über Weihnachten auf die Kanaren, nach Marokko oder Südspanien reist, braucht ohnehin eine richtige Sommerbrille.
Worauf Sie bei einer Sonnenbrille für den Winter achten sollten
UV400-Schutz
Das ist das Wichtigste. UV400-Gläser blockieren UVA- und UVB-Strahlen bis 400 Nanometer – also genau die UV-Wellenlängen, auf die es für Ihre Augen ankommt. Wenn Sie nur auf eine Sache achten, dann auf diese. Alle Acetat-Sonnenbrillen von lavunett haben UV400-Gläser.
Polarisierte Gläser gegen Blendung
Polarisation löst ein anderes Problem: die horizontale Blendung, die von Schnee, Wasser und nassen Straßen reflektiert wird. Polarisierte Gläser reduzieren diese Spiegelungen – das Bild wirkt ruhiger, kontrastreicher, und man kneift die Augen weniger zusammen. Unsere Acetat-Sonnenbrillen kombinieren polarisierte Gläser mit UV400-Schutz und sind damit ideal für helle Wintertage. Mehr dazu erklärt unser Ratgeber polarisiert vs. UV400 verständlich und kompakt.
Ein kleiner Hinweis: Durch polarisierte Gläser können manche LCD-Displays – Armaturenbrett, Handy, Anzeige am Skilift – aus bestimmten Winkeln dunkler oder fleckig wirken. Das ist normal und kein Grund zur Sorge; einfach das Display oder den Kopf leicht neigen.
Gute Abdeckung
Tiefe Sonne und reflektiertes Licht treffen aus mehr Winkeln aufs Auge als die hoch stehende Sommersonne. Etwas größere Fassungen oder Formen, die näher am Gesicht sitzen, lassen seitlich weniger Licht durch. Markante eckige und runde Acetat-Formen sind hier ideal – und passen wunderbar zu dickem Schal und Wollmantel.
Eine Fassung, die zur Wintergarderobe passt
Im Winter dominieren dunklere Töne und schwerere Stoffe – warmes Havanna und klassisches Schwarz fügen sich da ganz selbstverständlich ein. Ein beliebtes Havanna-Modell wie Spitfire oder eine schlichte, runde schwarze Fassung wie Malcolm passt zum Kamelhaarmantel in Paris genauso wie zur Skijacke in den Bergen. In unserer Sonnenbrillen-Kollektion finden Sie Ihre Form.
Und Metallfassungen?
Unsere Metall-Sonnenbrillen haben klassisch getönte Gläser. Sie sind vor allem eine Stilwahl und ideal, um das Licht in der Stadt etwas abzumildern – für Schnee, Wasser oder Höhensonne sind sie aber nicht die richtige Wahl. Greifen Sie dafür lieber zu einer Acetat-Fassung mit polarisierten UV400-Gläsern.
Skifahren und Snowboarden: ehrlich gesagt
Auf der Piste selbst sind Skibrillen oder spezielle Sportsonnenbrillen das richtige Werkzeug: Sie umschließen das Gesicht, sitzen auch bei Stürzen fest und halten Wind und Schnee ab. Sonnenbrillen von lavunett sind für den Alltag gemacht – die Fahrt ins Skigebiet, der Spaziergang durchs Dorf, das Mittagessen auf der Sonnenterrasse, der Kaffee nach der letzten Abfahrt. Sehen Sie sie als Ihre Brille für alles abseits der Piste, nicht als Ersatz für die Skibrille.
So pflegen Sie Ihre Sonnenbrille bei Kälte
- Im Etui aufbewahren. In Manteltaschen tummeln sich Schlüssel, Münzen und Splitt, die die Gläser zerkratzen können.
- Kurz akklimatisieren lassen. Wenn Sie aus der Kälte kommen, beschlagen die Gläser oft kurz. Lassen Sie sie warm werden, statt sie mit dem Schal abzureiben.
- Sanft reinigen. Streusalz und Schneespritzer hinterlassen Rückstände. Mit lauwarmem Wasser abspülen und mit einem Mikrofasertuch trocknen – mehr dazu in unserem Ratgeber Sonnenbrille richtig reinigen.
- Nicht auf dem Armaturenbrett liegen lassen. Selbst im Winter kann die Sonne durch die Windschutzscheibe das Auto stärker aufheizen, als man denkt.
Ein Modell für den Winter (und eine Geschenkidee)
Mit Blick auf die Feiertage ist eine Sonnenbrille für den Winter auch ein durchdachtes Geschenk – für alle, die in die Berge fahren oder einfach genug davon haben, auf dem Schulweg zu blinzeln. Fassungen von lavunett gibt es ab 59 € – praktisch, wenn Sie eine behalten und eine verschenken möchten. Innerhalb der EU versenden wir kostenlos, in die restliche Welt für 10 €.
FAQ
Brauche ich im Winter wirklich eine Sonnenbrille?
An hellen Tagen ja – vor allem beim Autofahren in tiefer Sonne, am Wasser oder im Schnee. Schnee reflektiert einen großen Teil der UV-Strahlung, und die UV-Belastung steigt mit der Höhe. Im Winterurlaub in den Bergen ist Augenschutz daher am wichtigsten.
Sind polarisierte Sonnenbrillen gut zum Autofahren im Winter?
Viele Autofahrer schätzen sie, weil sie Spiegelungen auf nasser Fahrbahn und Blendung durch tiefe Sonne reduzieren. Tragen Sie beim Fahren nachts oder bei schlechten Lichtverhältnissen niemals eine Sonnenbrille, und denken Sie daran, dass polarisierte Gläser manche Displays im Auto aus bestimmten Winkeln dunkler erscheinen lassen.
Kann ich lavunett Sonnenbrillen zum Skifahren tragen?
Zum Ski- und Snowboardfahren empfehlen wir eine richtige Skibrille oder eine Sportsonnenbrille. Unsere Acetat-Sonnenbrillen mit polarisierten UV400-Gläsern sind dafür perfekt für den Rest des Tages in den Bergen – Après-Ski, Terrasse, Spaziergänge und die Anreise.
Welche Sonnenbrillen von lavunett haben UV400- und polarisierte Gläser?
Unsere Acetat-Sonnenbrillen haben polarisierte UV400-Gläser. Unsere Metall-Modelle haben klassisch getönte Gläser und sind am besten als Stilwahl für den Alltag in der Stadt zu verstehen.